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Apr 16


Vorab muss ich sagen, das unser Laufkollege Ralf Streitenberger für dieses Interview um Zeit gebeten hatte. Begründung war die schlechte Organisation auf der Laufstrecke in Hannover. Er wollte keine all zu großen Emotionen mit reinbringen.
Aus diesem Grund eine Woche später der Bericht zum Marathon in Hannover am 07. April 2019 in Hannover.
 
Ralf, warum benötigst Du diese doch lange Zeit für dieses Interview?
Weißt Du, wenn Du eigentlich gut vorbereitet in einen Marathon gehst - immerhin bereitest Du dich 12 Wochen darauf vor - und weißt das Du eine Laufzeit von 04:30 bis 04:40 Stunden packen kannst und dann aus Gründen die Du nicht beeinflussen kannst, mit einer Laufzeit von 05:01:13 Stunden im Ziel einläufst, dann bist Du mehr wie angefressen.
Hattest Du nicht vor dem Start eine WhattsApp Nachricht gesendet, wo Du uns mitteltest das Du in den letzten Wochen eine nicht so gute Vorbereitung hattest?
Ja das Stimmt. Ich wußte das ich meine eigentliche Laufzeit von 04:15 bis 04:30 Stunden wohl deswegen nicht packen würde. Hatte im Monat März bis zum Freitag direkt davor Donnerstags und Freitags immer viel Fulda Aktuell zu den Zustellern gefahren. Wir reden hier von einem Anstieg von fast dem 2,5 fachen. Da ich Breitensportler bin, geht erst einmal der Umsatz als Selbstständiger vor.
Ralf, Du bist ein Spaßläufer, sagst Du selber und was hat Dir den Spaß genommen?
Zu der Aussage stehe ich auch noch Heute und deswegen auch erst jetzt das Interview.
Die Ausgangsposition am Sonntagmorgen waren sehr gut. Ich wußte es könnte ab 11:00 Uhr etwas wärmer werden, doch bis dahin mußte ich in den Häusern zurück sein und dort gab es Schatten. Es waren bis zu 20 Grad vorher gesagt worden und teilweise wurden es sogar noch ein paar mehr.
Im Läuferfeld war die Stimmung von Anfang an sehr gut. Da ich dieses mal alles Richtig machen wollte, sortierte ich mich direkt hinter dem Pacemaker 04:30 Stunden ein.....
Ralf für die, die es nicht Wissen. Was ist ein Pacemaker?
Ein Pacemaker ist ein sehr erfahrener Läufer der mit einem Helium gefüllten Ballon oder einem Wimpel/Segel auf dem Rücken befestigt, auf der die Laufendzeit in groß steht, das Tempo vorgibt. In meinem Fall 04:30 Stunden.
So war mein Plan. Doch bei km 8 merkte ich schon das wir viel zu schnell unterwegs waren. Bei der Durchgangszeit von 10 km sprachen wir unseren Pacemaker darauf an. Doch er ignorierte dies und lief sein Tempo eisern weiter. Wir waren dort schon fast 3 Minuten zu schnell unterwegs. Als er dann auch noch eine Pace, also eine Geschwindigkeit von 04:53 Minuten für den Kilometer hingelegt hatte, das war bei km 14 ließ ich mich ab km 15 zurückfallen in meine eigentliche Pace pro km von 06:23 Minuten.
Vor der Halbmarathonmarke überholte ich die ersten mit Muskelkrämpfen und übersäuerten Beinen. Darunter auch welche die eigentlich 04:00 Stunden laufen wollten.
Meine Halbmarathonzeit von 02:13 Stunden zeigt schon an, wie schnell wir vorher unterwegs waren. Trotz Temporeduzierung war ich immer noch 2 Minuten zu schnell gewesen.
Bei km 24 musste ich die erste Gehpause machen. Soll heißen ich bin im zügigen Walkingtempo mit 08:00 Minuten pro km unterwegs gewesen. Bis km 28 machte ich noch eine und war danach wieder so Fit, das ich wusste jetzt kann ich meine anvisierte Zielzeit von 04:40 Stunden noch packen, da ich bei km 30 mit fast genau 03:21 Stunden über die Zeitmessung lief.
Jetzt passierte eigentlich das, was mich und viele andere so richtig wütend machte. Man bezahlt eine doch recht hohes Startgeld und dann ist die Versorgungsstelle bei km 32,5 aufgelöst, weil es dort keine Verpflegung mehr gibt. Die war komplett ausgetrunken. Viele von uns, alleine in meiner Gruppe waren es 8 Läuferinnen/Läufer denen die Flüssigkeit fehlte und die Beine durch erhöhte Lactatwerte zu machen wollten. Wir erfahrenen Martathonläufer sind sofort in eine zügige Gehpause verfallen und dies so lange wie möglich nach hinten zu verschieben. Unterwegs haben uns Zuschauer Mineralwasser im Kiosk gekauft, damit wir uns einigermaßen versorgen konnten. Eine halbliter Flasche für 8 Personen war natürlich zu wenig. Doch besser wie nichts. Nach der Versorgungsstelle bei km 35 haben wir dann ab km 36 wieder angefangen zu Laufen. Doch die anvisierte Laufzeit von 04:40 Stunden war futsch und es ging nur darum Gesund im Ziel anzukommen.
Du hast mir letzte Woche gesagt, das einige entkräftet und weinend von Dir überholt wurden. Erzähle darüber kurz mehr?
Ja das ist eigentlich ganz traurig und doch zeigt es wie wir Marathonis ticken. Ich habe einer Läuferin eines meiner letzten Versorgungsgels gegeben und ihr Mut zugesprochen das Sie es schaffen wird. Unter Tränen erzählte Sie mir, das Sie eigentlich einen Marathon zwischen 03:45 und 04:00 Stunden läuft. Doch Sie hat viel zu spät gemerkt das Ihr Pacemaker 20 Minuten zu schnell war. Außerdem hatte Sie auch bei km 32,5 keine Verpflegung mehr bekommen. Ein Läufer wurde von mir auch versorgt den ich unterwegs überholte. Bei dem sah es sehr schlecht aus. Da waren die Muskeln so zu, das er sein Bein mehr oder weniger hinter sich her zog. Beide Situationen waren so zwischen km 38 und 40. Doch beide habe ich später im Bereich der Zielverpflegung gesehen.
Doch es war nicht nur ich der anderen mit Verpflegung ausgeholfen hat. Es waren noch viele andere Marathonis und Zuschauer die das gleicher machten. So was macht einen dann Stolz ein Marathoni zu sein und ein so tolles geiles Publikum zu haben. Von denen wurde kein Unterschied zwischen Nationen, Sprachen oder Hautfarben gemacht.
Da war dann auch wieder mein Spaß da gewesen und einige Zeit nach dem Zieleinlauf war ich auch Stolz auf meine Leistung gewesen.
Ralf das musst Du mir jetzt etwas genauer Erklären?
Weißt Du, seine Zielzeit nicht zu schaffen ist das eine. Aber wenn Du dann eine solche Situation meisterst und Gesund ohne Verletzung überstehst, dann weißt Du, das Du alles richtig gemacht hast.
Deine Ernährung, weißt ja ich habe da meine eigene Philosophie mit Jeunesse und gesundem Essen, und das Training haben gepasst und nur deswegen hast Du das Ziel erreicht. Viele sind deswegen, weil Sie nicht so gut vorbereitet waren oder es schlimmer erwischt hatte und nichts dagegen setzen konnten, ausgeschieden.
Ralf Danke das Du Dir die Zeit Heute in Bimbach genommen hast für dieses Interview und freue mich auf das nächste mit Dir.








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